WDS, Step. 6 – WDS-ISO via Syslinux

Hallo Freunde der Sonne,

dieser Beitrag ist ieder etwas schwieriger, löst aber eine vielleicht nicht völlig unwichtige Problematik: Microsoft WDS bietet kein Rollout von ISO-Dateien an, schon gar nicht die Bereitstellung von anderen Betriebssystemen. Hier kommt Linux ins Spiel.

WDS, Step. 6 – WDS-ISO via Syslinux

Vorraussetzungen:

  • TFTP-/WDS-Server
  • DHCP-Server
  • Linux-System bzw. Binary von Syslinux

Bereitstellen eines kompatiblen Syslinux:

Herunterladen der entsprechenden Version (ab 6.03) von:
https://www.kernel.org/pub/linux/utils/boot/syslinux/

Am bestenunter Linux mit instaliertem GCC (Gnu C Compiler),
zuerst entpacken und prüfen ob in dem entpackten Syslinux folgende Dateien zu finden sind:

  • chain.c32
  • ldlinux.c32
  • libcom32.c32
  • libutil.c32
  • mboot.c32
  • memdisk
  • menu.c32
  • pxechn.c32
  • pxelinux.0

Falls nicht, dann in das entpackte Verzeichnis wechseln und „make“ aufrufen.
(der Compiler übersetzt nun die Quelldaten, spätestens danach sollten die .c32-Dateien vorhanden sein)

Notfalls hier eine ZIP mit einem bereits für den Artikel gebautem Syslinux:
Syslinux 6.03 Binary for WDS

Die oben genannten Dateien bitte auf den WDS-Server in das folgende Verzeichnis kopieren:
X:\RemoteInstall\Boot\.

Dort dann folgendes Verzeichnis anlegen: X.\RemoteInstall\Boot\pxelinux.cfg\.
Hier gehört dann eine Datei namens „default“ angelegt, diese bitte mit JEDIT mit der passenden Linux-PXE-Bootmenü-Konfiguration bestücken:

default menu.c32
prompt 0
timeout 600
noescape 0
 
menu title *** PXE Boot-Auswahl Menue ***
 
# Definition der einzelnen Booteinträge:
# LABEL      : Eindeutige Bezeichnung eines Booteintrages
# MENU LABEL : Aussagekräftige Beschreibung des LABELs, welche im Mootmenü angezeigt werden soll 
# KERNEL     : Definition des zu bootenden Kernel Images
# APPEND     : Definition von Benutzerspezifischen Kerneloptionen
 
LABEL 1
   MENU LABEL ^1) Von lokaler Festplatte starten (Standard)
     localboot 0
 
LABEL 2
   MENU LABEL ^2) VMware vSphere ESXi 6.0
   LINUX memdisk
   INITRD images\VMware-VMvisor-Installer-6.0.0-2494585.x86_64.iso
   APPEND iso

LABEL 3
   MENU LABEL ^3) Windows Deployment Services
   KERNEL pxechn.c32
   APPEND 192.168.66.240::Boot\x64\wdsnbp.com -W
   
LABEL 4
   MENU LABEL ^4) anderer PXE-Server
   KERNEL pxechn.c32
   APPEND 192.168.66.74::pxelinux.0

WICHTIG: In der Konfigurationsdatei muss die IP-Adresse für den WDS-Server aktualisiert werden.

HINWEIS: Das VMware ESXi ISO-Files liegt auf dem WDS-Server unter folgendem Pfad:
X:\RemoteInstall\Boot\images\.

Nun muss dem DHCP-Server noch mitgeteilt werden, dass dieses Syslinux auf dem WDS-Server liegt und zuerst von allen Netzwerk-Clients gestartet werden soll, siehe Abbildung 1.
DHCP 067 = boot/pxelinux.0

Abbildung 1: DHCP PXE Syslinux
Abbildung 1: DHCP PXE Syslinux

Final würde ich die Option des WDS noch an erste Stelle setzen, damit eine automatische unbeaufsichtigte Installation nicht verhindert wird.

Praktisch ist es nun aber möglich weitere ISO-Files mit dem WDS-Server zu verteilen.