Hallo Freunde der Sonne,
bevor wieder die Angst vor der Powershell umgeht: nein in Exchange 2010 muss man diese nicht verwenden – dafür gibts hier ein Tutorial für die GUI.
Exchange 2010: Zertifikatsanfrage via GUI erstellen
Das erstellen der Exchange-Zertifikats ist nun sehr einfach, bitte die Management-Konsole öffnen und dort den Menüpunkt „Serverkonfiguration“ wählen – siehe Abbildung 1.
Hier kann nun im Optionsmenü (rechts) der Assistent für neue Zertifikatsanforderungen gestartet werden „Neues Exchange-Zertifikat…“. Nun bitte den Anzeigenamen des Zertifikats angeben und bis zu den Funktionen weitergehen – siehe Abbildung 2.
Folgende Bereichsklärung – je nachdem sollte die Funktion ausgewählt werden und der entsprechende Domainname eingefügt werden:
- CAS (Client-Access-Server) = Clientzugriffsserver = Benutzerschnittstelle – hier gibt es den organisationsinternen sowie -externen DNS-Namen des Servers
- ActiveSync = Mobilzugriff = Schnittstelle für Handy/Smartphone – bezieht sich auf den externen DNS-Namen
- Outlook Anywhere (Outlook-Tunnel-via-HTTPS) = Outlook Fernzugriff ohne VPN – hier wird der externe DNS-Name erwartet
- POP/IMAP (POP/IMAP) = POP/IMAP – bezieht sich auf den POP- bzw. IMAP-Dienst, WINS-Hostname
- Unified Messaging Server = für kleinere Umgebungen ist diese Rolle nicht erforderlich, wenn diese Funktion nicht installiert ist, kann das Zertifikat der Rolle später nicht zugewiesen werden (klingt ja irgendwie auch logisch)
- Hub-Transport-Server (SMTP-Eingangsdienste, SMTPS) – für verschlüsselte SMTP-Kommunikation via TLS/SSL
- Legacy-Exchange-Server (Migrationsmodus zu Exchange 2003) – wird nur zwecks Kompatibilität verwendet und sollte daher nicht aktiviert werden
Also alles entsprechend ausgefüllt und aktiviert, na dann können wir uns die vom Assistenten vorgeschlagenen DNS-Names, siehe Abbildung 3.
Hier bitte nur das stehen lassen, was auch wirklich verwendet werden könnte:
- WINS-Name/Hostname (mail3, autodiscover)
- DNS-Name (intern: Hostname.Domain.local, extern: Subdomain.Domain.tld)
- E-Mail-Domain (optinal für SMTPS)
Um die mutiblen Namen für ein Zertifikat verwenden zu können, muss die Zertifizierungsstelle die Funktion „SAN-Alternative“ unterstützen.
Zum Schluss fragt der Assistent selbstverständlich nach grundlegenden Daten des Unternehmens um das Zertifikat mit pausiblen Identifizkationsdaten zu markieren.
Das wars auch schon, die Zertifikatsanforderung befindet sich im üblichen Format in der Datei „C:owa.req“.



