Hallo Freunde der Sonne,
folgender Dienst kann unter Linux für die schnelle Bereitstellung von Daten genutzt werden und wurde im Zuge einer KVM-Cluster-Installation vorbereitend installiert.
NFS – Network File System – Server-Installation
1. Installation der benötigten Software auf CentOS 6.5
yum install nfs-utils rpcbind
2. Relevante Konfigurationsdateien
/etc/exports – Freigabe-Definitionen
/etc/sysconfig/nfs – Dienstdefinitionen
/etc/sysconfig/iptables – Firewall-Regeln
man 5 nfs – Hilfedatei zu NFS
3. Einrichtung des Dienstes
Nach der Installation des Dienstes mit dem oben angegebenen YUM-Befehl sollten zuerst die Freigaben angelegt werden.
HINWEIS: Ohne Schreibberechtigungen auf dem Ordner kann auch ein NFS-Benutzer nicht schreiben.
mkdir /nfs chmod -R ugo=rw /nfs
Danach muss die /etc/exports-Konfigurationsdatei auf das neue Ziel erweitert werden:
Syntax: Ziel Quelle(Parameter)
/nfs 192.168.0.0/255.255.0.0(rw)
Um die Dienste für NFS im Netzwerk freizugeben, sollten grundsätzliche Portdefinitionen in der /etc/sysconfig/nfs-Konfigurationsdatei vorgenommen werden (einfach einkommentieren):
LOCKD_TCPPORT=32803 LOCKD_UDPPORT=32769 MOUNTD_PORT=892
Nun folgende Zeilen in der Firewall-Konfiguration (/etc/sysconfig/iptables) hinzufügen für den späteren Zugriff auf die Dienste:
-A INPUT -p udp -m state --state NEW -m multiport --dports 111,892,2049,32769 -j ACCEPT -A INPUT -p tcp -m state --state NEW -m multiport --dports 111,892,2049,32803 -j ACCEPT
Zum Abschluss dann die Dienste dem Autostart hinzufügen via NTSYSV: nfs, nfslock, rpcbind.
Und den Dienst manuell starten per:
service nfs start
Fertig ist der NFS-Zugriff auf das CentOS 6.5.
4. Zusätzliches zur Verwendung von NFS
Noch ein paar kleine Tipps:
Verbindungen können per nfsstat eingesehen werden.
Von einem anderen Linux aus kann auf die NFS-Freigabe per Mound-Befehl hinzugefügt werden:
mount -t nfs 192.168.0.1:/nfs /mnt/nfs
Um unter Windows auf das NFS zugreifen zu können, ist entweder das Windows-Feature NFS-Client notwendig (nur in Windows 7 Professional oder Windows 8/8.1 Enterprise/Ultimate enthalten – angeblich aber auch in jedem Windows Server)…
oder alternativ kann auf die folgene Software zurückgegriffen werden:
https://code.google.com/p/nekodrive/
Der NFSClient 1.7 hat mir zumindest den Test meiner Konfiguration erleichtert.