Outlook Anywhere konfigurieren (RPC over HTTP)

Hallo Freunde der Sonne,

heute dreht es sich mal wieder um das Thema: es war einmal in einer weit, weit, sehr weit entfernten Einrichtung ein Mitarbeiter, dieser wollte sich via Outlook zum Exchange verbinden, hatte jedoch nur die Möglichkeit HTTPS:443 zu verwenden.

Wieso sollte ich im Outlook die RPC-Verbindung über HTTP tunneln?
Weil der Datenverkehr über den Port 443 getunnelt wird und somit leichter zu handhaben ist?
Für bessere Sicherheit, da die direkte RPC-Verbindung trotz auswählbarer Verschlüsselung seitens Outlook als eigentlich unsicher gilt…mal neben unverschlüsseltem POP/IMAP?
Da es eine gute Vorbereitung für Exchange 2013 ist, da dort nur noch RPC over HTTP angewendet wird?

Man weis es nicht, aber wir machen es einfach.

Outlook Anywhere konfigurieren (RPC over HTTP)

Dieser Artikel dreht sich um Outlook, falls Ihr die Einrichtung von Outlook Anywhere auf Exchange sucht…
Begriffserklärungen spare ich mir, falls jemand doch eine braucht klicke er den Link oben.
Nun folgt die Exchange-Konto Konfiguration in Outlook via HTTP:
Abbildung 1: Systemsteuerung/E-Mail
Falls Outlook gerade keine Verbindung zum Server aufbauen kann und nervt – kann man die Einstellungen alternativ auch die Systemsteuerung abrufen.
Klicken Sie hierzu auf „E-Mail“…

Abbildung 2: Profilauswahl
Unter Microsoft Office Outlook for Windows ist es leider noch nicht möglich mehrere Konten von Exchange in einem Profil hinzuzufügen.
Dafür könnte man aber mehrere Profile mit anderen Konten verschiedener Umgebungen hinzufügen.

Das Standard-Profil von Outlook heißt immer…Outlook.

Ggf. würde ich dieses als neues Profil anlegen.

Abbildung 3: Konto-Auswahl Exchange
Tut mir leid Sie enttäuschen zu müssen, aber in diesem Beitrag geht es ausschließlich um Exchange-Konten.

Bitte die Eigenschaften des Exchange-Kontos öffnen. („Ändern“)

Abbildung 4: Assistent für Exchange-Konten
Nun aufgepasst, das Exchange-Konto wird dennoch an einen lokal verwaltenden Server angebunden und nur via HTTP getunnelt.

Bitte geben Sie als Server der lokalen DNS-Namen des Exchange-Servers an.

Benutzername ist der übliche Benutzername mit dem sich der Benutzer einloggt…

Abbildung 5: Einrichtung des HTTP-Tunnels
Nach dem klicken auf „Weitere Einstellungen“ und dem Ignorieren des vergeblichen Auflösens des Benutzernamens gehen Sie bitte zum Reiter „Verbindung“.

Hier das Tunneln via HTTP aktivieren und die Einstellungen konfigurieren.
(„Exchange-Proxyeinstellungen“)

Abbildung 6: Proxy-Einstellungen Outlook für Exchange
Nun kann der FQDN (Fully Qualified Domain Name – voll qualifizierter DNS-Name) hinter dem HTTPS hinterlegt werden.
Zu diesem Server wird dann der HTTP-Tunnel aufgebaut.
Es empfiehlt sich die Authentifizierung auf „Standardauthentifizierung“ umzustellen sofern nichts anderes auf dem Exchange konfiguriert wurde.
Um sicher zu gehen das Outlook den Tunnel erzwingt kann der Aufbau bei schnellen sowie langsamen Verbindungen angehakt werden.
Wenn diese Einstellungen übernommen wurden, sollte bei korrekter Outlook Anywhere Aktivierung sofort der Benutzer-/Servername des Profils aufgelöst werden können.
Herzlichen Glückwunsch, demnächst wird eine Fortsetzung dieser Konfiguration per Gruppenrichtlinie oder PRF-Profildatei folgen.
Grüße Sid